An dieser Stelle möchte ich vom vergangenen Wochenende im Iguazú Nationalpark berichten:)
Die beiden Nächte von Freitag bis Sonntag verbrachten wir im Sheraton Iguazú, einem Hotel der Spitzenklasse, das muss man zugeben. Die Preise sind dementsprechend gesalzen, für ein Abendessen bezahlt man locker den vierfachen Preis wie in Buenos Aires. Aber allein der Blick aus dem Restaurant ist schon einiges Wert:)

Nach unserer Ankunft und einem Imbiss verbrachten wir den restlichen Freitag am Pool (siehe Hotelwebsite) und mit dem Geniessen der Aussicht. Am Abend stand dann noch ein kleines Match auf dem hoteleigenenen Basketballcourt an, bevor wir den Tag bei einem kühlen Quilmes gemütlich auf dem Balkon ausklingen liessen.
Am Samstag fand unsere grosse Tour zu den Sehenswürdigkeiten des Nationalparks statt. Mit unserem Führer José (sehr gechillter Typ:)) stapften wir durch einige Pfützen und einen langen, über das Wasser gebauten „Laufsteg“ zu den „Cataratas„, der weltbekannten Sehenswürdigkeit hier in Iguazú, und zwar zunächst zum grössten Wasserfall, der Garganta del Diablo. Das Schauspiel dort ist wirklich beeindruckend, man versteht sein eigenes Wort kaum noch und trotz der Höhe der Wasserfälle (im Durchschnitt 70m), steht man immer wieder in der Gischt. Danach gings mit der Schmalspurbahn zurück ins Resort zum Mittagessen. Im Anschluss besichtigten wir den unteren Teil der Wasserfälle..

.. und nahmen dort auch an einer Bootstour teil, ein Riesenspass:) Der Kapitän macht allerlei Sperenzchen und fährt mit dem Boot auch so in den Wasserfall hinein, dass man komplett durchnässt wird. Nach einer kurzen und sehr schnellen Fahrt flussabwärts fuhren wir dann mit dem offenen LKW wieder zurück ins Hotel. Dort gings dann wieder gemütlich auf den Tagesabschluss zu, ich persönlich hab mir einen Saunagang, sowie eine Runde Lesen auf dem Balkon gegönnt:)

Am Sonntag morgen sind wir um 07:00 Uhr aufgestanden, um noch eine Abenteuertour durch den Dschungel zu machen. Auf dem Programm standen hier Abseilen in einem Wasserfall, einige Kilometer Wandern durch den Wald sowie An-Stahlseilen-Von-Baum-Zu-Baum-Fahren. Das Ganze war wieder ziemlich beeindruckend; einen Wald, der so zugewachsen ist, dass man wirklich überall nur Grün sieht und in dem ohne Machete kein Vorankommen ist, hab ich vorher noch nicht erleben dürfen. Auch die „total sichere“ Konstruktion, mit Hilfe derer wir auf den Urwaldriesen, der den Startpunkt des Tiefflugs durch den Wald bildete, kletterten, hat für einiges Herzklopfen gesorgt;)

Die Erfahrung, 800m durch den Wald zu fliegen, hat dann aber mehr als dafür entschädigt! Hier ein Bild von Nick beim Start:

.. geblieben sind mir von diesem Tag noch einige Spuren der tatsächlich roten Erde, die sich überall festgesetzt haben:)
Nach der Rückkehr ins Hotel und einer ersten Dusche rückten Abflug und das zeitgleich (!) gelegene WM-Finale immer näher.. Als wir am Flughafen dann die Nationalhymnen und die ersten vier Minuten verfolgt hatten, stiegen einige (ich eingeschlossen;)) mit dem Gefühl in den Flieger, die WM sei nun für uns gelaufen. Welche Freude, als wir in Buenos Aires entdecken durften, dass dort auf sämtlichen verfügbaren Bildschirmen gerade die Verlängerung lief.. So konnten wir den Tag und das Wochenende mit dem Gefühl beschliessen, die Zeit wirklich rundum genossen zu haben:)