Neulich in der Finaceübung: Wir diskutieren über die Bewertung von potentiellen Investitionen. Um diese adäquat vorzunehmen, muss man, wie vielleicht einigen bekannt, den in der Zukunft erwarteten Cashflow zum momentan herrschenden Zinssatz diskontieren. Daraus folgt, dass dieser (angenommene) Zinssatz einen grossen Einfluss auf die Bewertung dieser Investitionen hat. Die Aussage des Übungsleiters hierzu:
„Wenn Ihr da also so ein Projekt habt, dass Ihr unbedingt umsetzen wollt, ist das ganz einfach. Ihr geht in die Finanzabteilung, schenkt den Jungs ne Kiste Champagner und sie geben Euch dann den Zinssatz, den Ihr für die Euch genehme Bewertung braucht..“
So läufts eben:)
August 18, 2006 um 6:30
…so geht’s leider nicht – zumindest nicht in den Unternehmen, die ich kenne – da wird ein Ausschuss gebildet, der einem weiteren Ausschuss vorgibt, dass dieser einen Ausschuss bilden soll mit folgendem Ziel ….. auf jeden Fall ist es deutlich umständlicher
August 19, 2006 um 11:13
Hey, schick mir die Aufgabe und den Champagner und dur kriegst von mir den Zinssatz
Immerhin darfst du hoffentlich einen anderen Taschenrechner dafür benutzen als wir armen HSGler. Mit dem ist das nämlich verdammt mühsam.
Hier aus Steuerrecht: „Deutschland hat 16 Steuerhoheiten und 80 Millionen Einwohner. Die Schweiz 26 Hoheiten und 8 Millionen Bewohner. Wer hat mehr Geld?“
August 19, 2006 um 9:21
Interessant wäre auch analog dazu in Wirtschaftsrecht die Frage: Welches Finanzsystem wird den höheren internationalen Standards der Geldwäscherei eher gerecht? (Mindmaps lassen grüssen).
Ansonsten kann man aber angesichts des funktionsarmen Taschenrechners auch zum guten Glück auf sehr komplizierte Formeln verzichten, es muss ja alles innert nützlicher Frist per Hand & Kopf gelöst werden können.
… und zum Schluss noch, warum ich eigentlich diesen Kommentar begonnen habe:
Ein Personalchef sucht nach einem neuen Buchhalter. Er hat im Laufe der Bewerbungsgespräche zwei interessante Kandidaten identifiziert. Nun möchte er beide auf Herz und Nieren testen und lässt sie eine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben:
Buchhalter A: „Der Gewinn wird 4 Millionen betragen.“
Chef: „Welchen Gewinn haben Sie ermittelt, Buchhalter B?“
Buchhalter B: “Welchen Gewinn hätten Sie denn gerne, Chef?“
… und jetzt die Preisfrage: Welchen Buchhalter hätte Timm eingestellt? Welchen der Ethikpapst?
(Crtl & Rechnlg bzw. Corporate Governance lassen grüssen)