El “monumental”

Oktober 30, 2006

Als Besucher im fussballverücktesten Land der Welt darf natürlich auch (mindestens) ein Stadionbesuch nicht fehlen. So machte ich mich also vorigen Sonntag mit meinen beiden Buddys Ricardo und Ricardo auf ins Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti zu einer Partie der lokalen Champions von River Plate gegen Rosario Central.
pict0001.JPG

Wir besorgten uns Tickets für einen recht „touristischen“ Sitzplatz in der Nähe der Mittellinie relativ weit unten, von wo wir ausgezeichnete Sicht aufs Geschehen auf dem Spielfeld hatten.

River vs. Rosario I

Viel interessanter war aber eigentlich noch die Performance der Hardcore Fans von River, der sogenannten „Borrachos del Tablon“ (Besoffene von der Tribüne). Etwa eine Stunde vor Spielbeginn war im Bereich der Stehplätze noch eine riesige Lücke erkennbar, obwohl rundherum die Leute bereits dichtgedrängt standen. Mit einem Schlag fing dann das ganze Stadium (mit Ausnahme des einen bemitleidenswerten Blocks Rosario-Fans) zu singen an und mit grossem Getrommel zogen die Borrachos mit Fahnen und Schirmen ein und nahmen ihren Stammplatz ein.
Los Borrachos del Tablón

Ab diesem Zeitpunkt war dann, diktiert von den Stehplätzen (populares) aus, non-stop Stimmung angesagt, auch wenn das Spiel an sich nach turbulenten ersten 10 Minuten sehr gemächlich verlief, was sicher der Hitze von knapp 40° zuzuschreiben war. Was mich absolut erstaunt hat, war die Tatsache, wie sehr sich die Leute hier aufregen, wenns um Fussball geht. Bereits bei kleinen Fouls und bei prinzipiell jeder Schiri-Entscheidung gegen River wurden alle Beteiligten aufs übelste (und ich meine wirklich übel) und äusserst lautstark beschimpft und das nicht nur von Leuten der Unter- bis Mittelklasse (wir waren wie gesagt in einem relativ „teuren“ Bereich). Alt oder Jung, Reich oder Arm, da kennt der „Millonario (Spitzname für Riveranhänger) nichts. So durfte ich dann meinen Wortschatz in entscheidenden Bereichen im Laufe von nur 90 Minuten erheblich erweitern. In der Pause wurden die Ränge, die mitten in der Nachmittagssonne lagen noch auf schöne Art und Weise zwischengekühlt:)

River vs. Rosario I River vs. Rosario II
Nach einem standesgemässen 2:0-Sieg gings gegen frühen Abend inmitten einer riesigen Menschentraube wieder Richtung Auto und dann nach Hause:)


Autos in Argentinien

Oktober 29, 2006

Nur eines der hier abgebildeten Gefährte nimmt nicht mehr aktiv am Strassenverkehr teil.. (;

pict0224.JPG pict0222.JPG

pict0151.JPG pict0117.JPG

pict0114.JPG pict0098.JPG

pict0085.JPG pict0081.JPG


Peru’s southern coast

Oktober 16, 2006

Dear friends,

one more time I am writing in English in order to foster international exchange. I hope all of you are doing very well.

Last Wednesday, 11th October, my friend Davina and I used the rest of the free week after the midterm exams to take some days off, enjoying the southern coastline of Peru. Going to Ica rather early on Wednesday morning gave us the opportunity to stroll through the center of the city and to visit the „Museo regional de Ica“, where some mummies with their hair still on their skulls were on display – sadly they charged extra for pictures.

The same evening we went to the closeby Oasis of Huanca China. At first we shopped for a decent priced hotel and were lucky to find one with a pleasant garden, as our main activity was supposed to be relaxation.

Oasis de Hunaca Chian 

So we would wander around the little oasis (about the same size as the „Ida See“ in northern Germany) talk and enjoy life in the sun. At night we had pizza for a change, as we were both pretty tired of eating rice ;-)

The following day an american breakfast awaited us in the shade of the umbrellas near the pool.

huancachina-pisco-paracas-048.jpg

Afterwards we went surfing in the sand, but what we did not estimate as quite as hard was the climbing in the dunes… 3 steps forward… 2 steps back…. The view from up there neutralized the painful and oxigen-poor ascendency to some extend.

view from up in the dunes

In the afternoon we had to relax at the pool planing our second day – in Pisco and Paracas. At nightime we went with dune buggies up and down the dunes, went sandboarding and watched the sunset.

huancachina-pisco-paracas-069.jpg huancachina-pisco-paracas-081.jpg huancachina-pisco-paracas-042.jpg

The same night we went to Pisco where a local travel agent awaiteed us at hte bus stop, selling us a tour for the next day and suggesting a decent hotel. So we did, what all travel guides usually tell you to avoid. Our experience the next day was nice, nevertheless:

We went by boat to the nearby islands rather early at 7:00 am. The „Islas Ballestas“ are referred to as the poor men’s gallappagos islands, as you can see species there which you hardly find elsewhere in the world. So we enjoyed the beauty of nature visually, as the smell of nature was rather stinky. Peru once was a great exporter of Guano, bird poop used as fertilizer, valueing the kilo around one USD.

huancachina-pisco-paracas-112.jpg huancachina-pisco-paracas-125.jpg

We were rather tired from the motion sickness pills we both took. We did not know, though that our boat had a broken motor and thus we could not go as horribly fast as the Lonely Planet travel guide had warned us, so we probably could have skipped on this precaution. Oh well…. the rest of the day we toured around the national reserve of Paracas. We went up to an outlook tower wandering where the Flamingoes were supposed to be, when we finally spotted 6 poor little pink dots on the far end of the laguna. So much about bird watching…

The next stops were way more interesting as we saw the vistors center of Paracas National Park learning about „El Niño“ in the nice little museum that the building also hosted.

Next we saw a famous rock formation referred to as the „cathedral“ because of its typical shape. The view was amazing.

huancachina-pisco-paracas-162.jpg huancachina-pisco-paracas-156.jpg

We closed the day with a lunch/dinner at the seaside before returning to our hotel in Pisco. There we spend 2 hours watching people wandering around the main plaza and bought our trip back to Lima.

That’s all folks…..have a great week,

best wishes,

Matthias

 

 

 


Die Band im Wohnzimmer

Oktober 15, 2006

Guten Morgen liebe Leser,

ich hoffe, dass ihr eine etwas längere Nacht hattet als ich. Zugegebenermassen war es gestern etwas später, als wir von der Uni-Midterm-Party (vgl Format C:\) gegen 6:15 Uhr wieder daheim waren, aber dass der seit vorgestern vorbereitete Aufbau vor unserem Haus einmal Hauptschauplatz eines Strassenumzuges werden würde war bei Sonnenaufgang nur für Fachleute erkenntlich. So fragte mich dann Philipp auch „schon“ gegen 9:00 Uhr morgens, ob die Band eigentlich bei uns im Wohnzimmer spielen würde….

parada-vorm-haus-012.jpg

so viel zu der Kombination aus Studentenleben und Großstadtflair. Das tolle in Lima ist jedoch, dass wenn der Umzug eigentlich bereits vorbei ist, noch aus den Überresten der Bands eine spielfähige Truppe gebastelt wird, um die tanzbegeisterten Zuschauer auf ihre Kosten kommen zu lassen.

Es grüßt Euch herzlichst,

Euer Matthias


Glück

Oktober 12, 2006

.. sieht so aus. Ohne weitere Worte:)

dsc02097.JPE dsc02105.JPE

dsc02114.JPE dsc02122.JPE

dsc02125.JPE dsc02135.JPE

dsc02153.JPE dsc02158.JPE


Sie, Pink Floyd und die Hochzeit

Oktober 8, 2006

Verehrte Leser

Seit meinem letzten Eintrag ist viel Zeit vergangen, ja. Aber ich habe eine gute Entschuldigung, Angie war da:) Und es war wunderschön. Rundum. Einige Bilder folgen noch:)
Vorgestern abend hat mein Buddy Ricky mich im Gym spontan zu einem Konzert unter Mitwirkung seiner Schwester eingeladen. Dass diese in einer Band singt, hatte ich schon gewusst, aber was für eine Band, das nicht. Es mag für einige vielleicht unglaublich klingen, aber die Band Pink Floyd war mir bisher nur durch den „Brick in the Wall“ ein Begriff. Das Konzert von „London eye“, mit Stücken ebenjener Gruppe war dementsprechend ein wahrhafter Augen- und Ohrenöffner. Auf der Bühne standen 3 Gitarristen, Bass, Schlagzeug, Tasten, Synthie und dazu drei Vokalisten (eine davon besagte Schwester). Dargeboten wurden drei (!) Stunden, ein grossartiges Stück am anderen und ich muss sagen, die Musik hat mich immer noch in ihrem Bann. Ein einmaliges Erlebnis, sowohl von der Stimmung wie von der Qualität der Darbietung her..

Gestern stand dann ein Ereignis ins Haus, auf das meine Gastfamilie seit Monaten hingearbeitet und -gefiebert hatte (und das mir am Beginn meines Aufenthaltes noch weeeeiiit weg schien..): Die Hochzeit der ältesten Tochter (25). Osvaldo (ein Argentinier aus Salta, der auch Untermieter bei meiner Gastfamilie ist, siehe weiter unten) und ich waren zwar nicht zur Messe, aber doch zur Feier danach eingeladen. Das ganze fand ausserhalb der Stadt auf dem Gelände des argentinischen Poloverbandes statt.

Asociación Argentina de Polo
Hierzu muss man sich noch denken, dass das Haus auf eine sehr grosse Wiese schaut, bis zu den nächsten Bäumen sind es sicher 1,5km. Direkt vor dem Haus war ein grosses Zelt aufgebaut, weiter draussen auf dem Rasen standen Kerzen und waren Strohballen zum darauf sitzen verteilt. Hier hatte am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein auch die Trauung statttgefunden. Am Zeitpunkt unseres Eintreffens (gegen Mitternacht) machten sich die 400 geladenen Gäste gerade über das 10m lange Desserbuffet her, während drinnen im Zelt schon ausgelassen getanzt wurde. Mein deutscher Gaumen hat sich besonders über die ausgezeichnete Schwarzwälder Kirschtorte gefreut:) Nach einem Kaffee gingen wir dann zu den Drinks (argentinische Spezialitäten sind Fernet-Cola und Gancia-Sprite;)) über und mischten uns unter die Feiernden auf der Tanzfläche. Hier noch einige Impressionen des Abends:

pict0168.JPG  pict0175.JPG   pict0190.JPG   pict0182.JPG (besagter Osvaldo, geiler Typ:)
Gegen später:

pict0184.JPG

Erst um 6 Uhr morgens waren wir wieder daheim.. Was bleibt von diesem Abend? Ein Kühlschrank voll (!) mit feinsten Torten, der Sonntag verspricht noch ein guter zu werden.. Den gilt es nun auch zu geniessen, morgen geht nach zwei Wochen vorlesungsfreier Zeit die Uni wieder los und eine Geschichtshausarbeit ist bis jetzt noch deutlich zu kurz gekommen… In diesem Sinne verabschiede ich mich, vielen Dank fürs Lesen:)


Huaraz und die Cordillera Blanca

Oktober 8, 2006

Liebe Leser,

aus dem Meer des Macrolernstresses auftauchend schreibe ich euch diese Zeilen in der Hoffnung, dass auch bei euch die Sonne scheinen möge.

Letztes Wochenende hatte ich das große Vergnügen Perú von einer für mich bisher völlig unbekannten Seite kennenzulernen. Die Cordillera Blanca ist eine der höchsten Gebirgsketten der Welt mit einer erstaunlichen Anzahl von „6000ern“. Westlich wird sie von der Cordillera Negra flankiert, die ihren Namen aufgrund der Ermangelung an weißen Gipfeln erhalten hat.

So viel zum Setting. Huaraz liegt im Tag dazwischen und war unser (eine schwedische Studienkollegin hat mich begleitet) Ausgangspunkt.

Bereits der Blick aus dem Hotelzimmer kurz nach Ankunft im Hotel und knapp nach Sonnenaufgang dürfte selbst für naturverwöhnte Schweizer Kollegen einen zweiten Blick Wert sein.

huaraz-y-llanganuco-002.jpg (im Schatten der Cordillera Negra liegt Huaraz noch kurz vor dem eigentlichen Erwachen. Es sollte gegen 7:00 Uhr gewesen sein.)

 

Der erste von 2 Tagesausflügen führte uns bereits am gleichen Morgen zu der Laguna von Llanganuco, die wir nach einem halben Tag Busreise in der Mittagssonne erreichten (eincremen unbedingt erforderlich). Der Name klingt fast so schön wie das Wasser aussieht.

Laguna de Llanganuco  huaraz-y-llanganuco-077.jpg

Der zweite Ausflug hat uns bis auf 5350 m über den Meeresspiegel gebracht, wo wir den Gletscher von Pastoruri beinahe bis zum Gipfel erklommen haben. Ein Mini-Schneesturm und der Reiseleiter hat uns davon abgehalten – ganz abgesehen von den Ermüdungserscheinungen und der Sauerstoffknappheit.

img_0021.JPG img_0027.JPG

Unterwegs sind wir jeweils noch ein paar mal angehalten um uns einheimische Tänze anzusehen…

huaraz-y-llanganuco-035.jpg

Mineralwasser direkt aus der Quelle zu trinken…

huaraz-y-llanganuco-142.jpg

lokale Köstlichkeiten wie Eis zu essen und ein paar Schnappschüsse aus der Natur mitzunehmen.

 img_0036.JPG huaraz-y-llanganuco-133.jpg

So vergingen die 2 Tage wie im Flug und haben ausser 200 Photos noch viele tolle Erinnerungen an die Schätze der Natur hinterlassen.

Ganz liebe Grüße,

Euer Matthias